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 Hochfester Beton mit SAFAMENT - Allgemeines

Stark beanspruchte Druckstützen im Hochbau in Ortbetonbauweise oder als Fertigteil sowie vorgespannte Brückenbauwerke können wirtschaftlich mit hochfesten Betonen hergestellt werden, da unter Ausnutzung der hohen Druckfestigkeiten dieser Betone schlankere Bauteile realisiert werden können und im Spannbetonbau durch die geringeren Schwind- und Kriechmaße die Spannkraftverluste reduziert werden können. Hinzu kommt im Vergleich zu Betonen normaler Festigkeiten eine verbesserte Dauerhaftigkeit, die zu einem erhöhten Widerstand gegenüber eindringenden beton- und stahlangreifenden Stoffen (z. B. Sulfate, Säuren, Chloride) führt. Mit der bauaufsichtichen Einführung der Richtlinie “Hochfester Beton” [DAfStb95] des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton in Ergänzung zu den Regelungen in DIN 1045 07.88 wurden die Grundlagen für die Anwendung von hochfesten Betonen der Festigkeitsklassen B 65 bis B 115 geschaffen.
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Bild 1: Zusammensetzung und Druckfestigkeit von hochfestem
Beton mit Flugasche [WIEN99, SCHI97]

Die Anwendungsregeln aus dieser Richtlinie wurden im wesentlichen unverändert in die neue Betonnorm DIN 1045-2 überführt. Es hat sich in Laboruntersuchungen gezeigt, daß bei Zementgehalten zwischen 350 und 500 kg/m3 und Flugaschegehalten zwischen 50 und 150 kg/m3 bei moderaten Fließmitteldosierungen plastische (KP) bis weiche (KR) Betone der Festigkeitsklassen B 65 bis B 85 zielsicher hergestellt werden können [WIEN99, SCHI97] (s. Bild 1). Bild 2 macht deutlich, daß infolge der puzzolanischen Reaktion von SAFAMENT weitere Festigkeitssteigerungen im Alter von 91 und 365 Tagen erreicht werden. Dabei liegt der k-Wert für SAFAMENT im Hinblick auf die Druckfestigkeit im Bereich von k = 1,0, somit deutlich höher als für Betone normaler Druckfestigkeit.

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Bild 2: Zeitliche Entwicklung der Druckfestigkeit hochfester
Betone mit Flugasche [WIEN99, SCHI97]

Die in der DAfStb-Richtlinie [DAfStb95] bzw. in der DIN 1045-2 angegebenen Bemessungswerte für den E-Modul, die Schwind- und Kriechmaße können auch für hochfeste Betone mit SAFAMENT in Ansatz gebracht werden. Der Vorteil flugaschereicher hochfester Betone im Vergleich zu hochfesten Betonen mit Silikastaub liegt u. a. in der geringeren Hydratationswärmeentwicklung, so daß hohe Temperaturen im Bauteil vermieden und damit Zwangspannungen verringert werden können.