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 Chlorideindringwiderstand von Beton mit SAFAMENT
Durch zahlreiche Laboruntersuchungen und praxisnahe Auslagerungsversuche ist belegt, daß die Zugabe von Flugaschen wie SAFAMENT als Bindemittelkomponente zu einer wirksamen Verringerung der Chlorideindringgeschwindigkeiten führt, wodurch SAFAMENT somit bereits in der Phase I einen wichtigen Beitrag zur Verlängerung der Nutzungsdauer eines chloridbeanpruchten Bauwerkes leistet.
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Bild 2: Chloridprofile von Betonen mit CEM I 32,5 R
und 0, 20, 40 bzw. 60 M.-% Flugasche

Bild 2 zeigt die Chloridprofile für Betone mit 0, 20, 40 und 60 M.-% Flugasche nach 337tägiger Einlagerung in 3 %ige NaCl-Lösung. Die Flugaschen wurden im Rahmen dieser Laboruntersuchungen praxisnah mit einem k-Wert von 0,5 auf den Wasserzementwert angerechnet. Die über die Tiefe gemessenen Chloridkonzentrationen nehmen mit zunehmendem Flugaschegehalt deutlich ab. Beton mit SAFAMENT bietet somit einen sicheren Schutz der Bewehrung durch eine dichte Betonrandzone. Weiterhin ist aus Bild 2 ersichtlich, daß die Chloridkonzentrationen in der Randzone bei den SAFAMENT-haltigen Betonen höher liegen. Dies ist ein Beleg für eine höhere Chloridbindekapazität der SAFAMENT-haltigen Betone.

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Bild 3: Zeitliche Entwicklung der Diffusionskoeffizienten
in Abhängigkeit vom Flugaschegehalt[
WIEN97]

Bild 3 zeigt die zeitliche Entwicklung der Migrationskoeffizienten, die als Maß für die Geschwindigkeit des Chloridtransportes herangezogen werden können. Bei dem gewählten Anrechnungkonzept ergeben sich im Alter von 28 Tagen für alle Mischungen vergleichbare Diffusionswiderstände. Jenseits von 28 Tagen verringern sich die Diffusionskoeffizienten dann mit zunehmendem SAFAMENT-Gehalt im Vergleich zur flugaschefreien Mischung um mehr als eine Zehnerpotenz. Unter vereinfachenden Annahmen bedeutet dies eine 10fache Verlängerung der Dauer, bis zu der die Chloridfront eines SAFAMENT-haltigen Betons die gleiche Eindringtiefe erreicht wie die Chloridfront eines Betons mit CEM I ohne SAFAMENT. Die Diffusionskoeffizienten liegen etwa in der gleichen Größenordnung wie die für Hochofenzemente gemessenen Werte. Betone mit Hochofenzementen weisen bekanntermaßen ebenfalls einen sehr hohen Eindringwiderstand gegenüber Chlorid auf. Wesentliche Ursache für die hohen Diffusionswiderstände von Betonen mit SAFAMENT ist die porenverdichtende Wirkung infolge der puzzolanischen Reaktion. Insbesondere der wirksame Verschluß der Poren durch CSH-Phasen aus der puzzolanischen Reaktion hält die Chloridfront zurück (sog. "pore blocking effect").