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Sulfatwiderstandsfähiger Beton mit SAFAMENT
( Beanspruchung )


Eine korrosive Umwelteinwirkung stellt die Beanspruchung eines Betonbauteils mit Sulfat dar. Generell können bei längerfristiger Einwirkung von sulfathaltigen Böden oder Wässern Betone üblicher Zusammensetzung so angegriffen und geschädigt werden, dass eine Einschränkung der Gebrauchsfähigkeit und Tragfähigkeit des Betons eintreten kann. Dabei reagieren hauptsächlich die im Zementstein vorhandenen aluminathaltigen Phasen in hydratisierter und unhydratisierter Form (hauptsächlich C3A) sowie Calciumhydroxid (Ca(OH)2) mit dem Sulfat. Als Reaktionsprodukte können volumenreiche Phasen wie Ettringit (s. Bild 1), Monosulfat und sekundärer Gips entstehen, die zu einem treibenden Angriff führen.
langnadelige Ettringitkristalle im Mörtelgefüge
Bild 1: langnadelige Ettringitkristalle im Mörtelgefüge

Bei starkem chemischen Angriff sind aus diesem Grund Zemente mit einem hohen Sulfatwiderstand (HS) nach DIN 1164-1 zu verwenden. Bei diesen Zementen handelt es sich entweder um Portlandzemente mit einem C3A-Gehalt <= 3 M.-% und einem Al2O3-Gehalt <= 5 M.-% oder um Hochofenzemente mit mindestens 65 M.-% Hüttensand. Da die Diffusionsgeschwindigkeit der Sulfationen maßgeblich von der Dichtheit des Porengefüges bestimmt wird, werden nach DIN 1045 der w/z-Wert auf 0,50 und die Wassereindringtiefe auf 30 mm begrenzt. Eine Reihe von Untersuchungen sowie praktische Erfahrungen belegen, dass der Einsatz von SAFAMENT als Betonzusatzstoff nach DIN 1045 den Sulfatwiderstand von Mörteln und Betonen deutlich verbessern kann. Dies ist auch dann der Fall, wenn Zemente verwendet werden, die für sich gesehen keinen hohen Sulfatwiderstand besitzen. Für die Beurteilung der Sulfatwiderstandsfähigkeit von Zement-SAFAMENT-Kombinationen wird i.d.R. das Flachprismenverfahren verwendet. Zur Bewertung des Sulfatwiderstandes wird bei diesem Verfahren die Dehnungsdifferenz zwischen Mörtelprismen (Flachprismen), die in einer Sulfatlösung (30.000 mg SO42-/l) bzw. in einer gesättigten Calciumhydroxidlösung lagern, herangezogen. In Bild 2 sind exemplarisch die Dehnungsdifferenzen von Mischungen mit einem Portlandzement (CEM I 32,5 R) in Kombination mit 5 unterschiedlichen Flugaschen über einen Einlagerungszeitraum von rd. 2750 Tagen (entspricht rd. 7,5 Jahren) zusammengestellt [VGBVÖ]. Um den Einfluß der puzzolanischen Reaktion der Flugaschen deut-licher herauszustellen, wurde zu Vergleichszwecken ein gemahlenes Quarzmehl etwa gleicher Feinheit als Zusatzstoff eingesetzt. Bei einem konstanten Wasserbindemittelwert w/(z+f) von 0,50 wurden bei allen Mischungen jeweils 40 M.-% Zement gegen die gleiche Menge Zusatzstoff ausgetauscht. Dieser Einsatz der SFA entspricht zwar nicht der praxisüblichen Anwendung, er eröffnet jedoch die Möglichkeit, die grundsätzli-chen Wechselwirkungen zwischen Zement und SFA herauszuarbeiten.