 Bild 2:
Temperaturverlauf und Zwangspannungsaufbau
in einem massigen Betonbauteil |
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Bei großen
Temperaturgradienten zwischen dem Kern und der Außenseite eines massigen Betonbauteils
bauen sich ohne Einwirkung äußerer Lasten Zwangspannungen infolge der
Dehnungsbehinderung des Bauteils auf, die Werte erreichen können, die oberhalb der
Zugfestigkeit des Betons liegen. Die Bildung von Rissen ist die Folge. Bild 2 zeigt
schematisch die zeitliche Entwicklung der Betontemperatur (oben) und die auftretenden
Spannungen infolge von äußerem Zwang in einem massigen Betonbauteil (unten). Die anfängliche
Erwärmung des Betons bewirkt den Aufbau von Druckspannungen. Durch den geringen E-Modul
des jungen Betons können Zwangspannungen in dieser Phase (Phasen I-IV im unteren Bild) in
der Regel durch Relaxation abgebaut werden. In der Abkühlphase des Betons ent- stehen
aufgrund des rasch wachsenden Beton-E-Moduls relativ schnell hohe Zugspannungen, die bei
Überschreiten der Zugfestigkeit (ßz) Rißbildung zur Folge haben. |