Die Wirkung von
SAFAMENT im Beton beruht im Prinzip auf dem
 |
| Bild 1: Lichtmikroskopische Aufnahme einer Flugasche |
 |
| Bild 2: Korngrößenverteilung von SAFAMENT |
Der Füllereffekt läßt sich weiter in einen physikalischen und einen
chemisch-mineralogischen Anteil aufteilen. Der physikalische Füllereffekt wird durch die
Kornform (Bild 1) und die Kornverteilung der SAFAMENT-Partikel bestimmt (Bild 2). Durch
die z. Teil hohe Feinheit der überwiegend kugelförmigen SAFAMENT-Partikel (s. Bild 1)
werden Zwickelräume zwischen den kantigen Zementkörnern geschlossen, wodurch sich die
Packungsdichte des Feststoffgemisches erhöht. Dies ist besonders ausgeprägt, wenn sich
die Kornbänder von SAFAMENT und dem verwendeten Zement ergänzen. Bei gleichem
Wassergehalt ist die Konsistenz eines Betons mit SAFAMENT insgesamt weicher als die
Konsistenz eines Vergleichsbetons ohne SAFAMENT, da in den Zwickelräumen rheologisch
unwirksam gebundenes Wasser freigesetzt wird. Dieser physikalische Füllereffekt kann z.
B. zur Einsparung teurer verflüssigender Zusatzmittel (BV, FM) ohne Konsistenzverlust des
Betons genutzt werden. Der chemisch-mineralogische Füllereffekt beruht auf der Wirkung
von SAFAMENT als sog. "Keimsubstrat". Die Oberfläche der
Flugaschepartikel ist so beschaffen, daß Reaktionsprodukte aus der
Zementhydratation, sog. Calciumsilikathydratphasen (CSH), aufwachsen können, die zu einer
Verdichtung des Betongefüges führen. Dieser Effekt hat nichts mit der puzzolanischen
Reaktion der Flugasche zu tun und wird auch bei inerten (d. h. nicht reaktionsfähigen)
Stoffen, wie z. B. Quarzmehl, beobachtet. |